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25.05.2011
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Die Online-Bewerbung

Die Bitte nach einer Online-Bewerbung oder der Verweis auf ein Bewerbungs-Tool im Internet in Stellenanzeigen sind keine Seltenheit mehr. Verständlich, denn vom elektronischen Weg statt der klassischen Bewerbungsmappe profitieren beide Seiten: Bei den Unternehmen fallen keine Papierberge an, die unter Umständen auch noch zurückgeschickt werden müssen, und der Bewerber spart Papier und Porto. An Genauigkeit aber sollte er nicht sparen.

Online bewerben – nicht immer erste Wahl

Wer unbedingt die Mühe vermeiden will, eine Bewerbungsmappe zusammenzustellen, sollte sich die Stellenausschreibung noch einmal genau ansehen. Steht dort „Bewerbungen per E-Mail sind willkommen“, oder wird als Kontaktmöglichkeit nur eine E-Mail-Adresse angegeben? Dann wird offenbar die elektronische Bewerbung gewünscht. In diesem Fall sollte man nicht nach der Postadresse recherchieren und eine Mappe absenden. Umgekehrt bedeutet die Angabe der Adresse, aber keiner E-Mail, dass man den traditionellen Bewerbungsweg wählen soll. Oft aber ist beides möglich, online und postalisch. Dann kann man wirklich nach den eigenen Vorlieben handeln.

Große Unternehmen richten auch immer öfter Online-Bewerbungs-Center ein. Diese bestehen aus einem oder mehreren Formularen plus der Möglichkeit, die Zeugnisse etc. hochzuladen. In den Formularen gibt der Bewerber alle Fakten rund um seine Person ein – von den persönlichen Daten über Abschlussnoten und Berufserfahrung bis zu Fremdsprachenkenntnissen. Diese Formulare sind stark genormt und lassen kaum Platz für Individualität. Die einzige Möglichkeit, sich hier als eigenständige Persönlichkeit zu präsentieren, ist das hochzuladende oder in ein Freifeld einzutippende Anschreiben. Damit solltest Du Dir also besonders viel Mühe geben.

Die Online-Bewerbungsmappe – das Anschreiben

Zwar stellst Du keine Papp-Mappe zusammen, der Inhalt Deiner Online-Bewerbung entspricht dennoch fast exakt der einer schriftlichen: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Bescheinigungen.

Ob das Anschreiben vor den Lebenslauf in das Bewerbungs-PDF (das quasi Deine Mappe ist) gehört oder in die E-Mail, an die das PDF mit Lebenslauf und Zeugnissen angehängt wird, ist Glaubenssache. Die einen sagen, in der E-Mail sieht es der Personaler sofort und das Anschreiben kann gleich Neugier auf den Bewerber wecken. Die anderen sagen, Personaler drucken vor allem das PDF aus – dann fehlt das Anschreiben.

Sonst macht es keinen Unterschied: Ob als Mail oder PDF, Länge und Inhalt des Anschreibens bleiben gleich und sind wie bei der postalischen Bewerbung zu gestalten. Einziger Unterschied: Beim Anschreiben in einer Mail wird die eigene Adresse eher unter den Text gesetzt als an den Kopf der Mail. Entscheidet man sich für die PDF-Variante, kommen in die Mail nur der freundliche Gruß an den Personaler sowie ein kurzer Hinweis auf die Bewerbung im Anhang. In der Betreff-Zeile sollte immer stehen „Bewerbung für …“ sowie gegebenenfalls die Referenznummer der Ausschreibung.

Lebenslauf und Zeugnisse in der Online-Bewerbung

Der Lebenslauf, die Zeugnisse sowie eventuelle andere Bescheinigungen werden in eine PDF-Datei verpackt, und zwar in dieser Reihenfolge. Das einseitige Anschreiben käme vor den maximal zweiseitigen Lebenslauf.

Die Zeugnisse müssen mit Sorgfalt eingescannt werden. Liegen sie schief, ist eine Nachbearbeitung der Bilddatei nötig. Alle Unterlagen werden in eine einzige PDF-Datei umgewandelt. Dafür eignet sich beispielsweise der Writer von OpenOffice, ein kostenloses Programm ähnlich Word, aus dem man aber PDFs exportieren kann. Die Qualität des PDFs lässt sich individuell einstellen – so kann verhindert werden, dass die Enddatei zu groß wird. Grundsätzlich gilt: maximal 5 MB als Anhang; weniger ist sicherer. Außerdem sollte das PDF nicht endlos werden. Bei mehr als fünf oder sechs Anhängen kann aufgeteilt werden: ein PDF für Anschreiben und Lebenslauf, ein weiteres für alle Zeugnisse.

Weitere Formalia

Drucke alles, was Du selbst verfasst hast – also auf jeden Fall Anschreiben und Lebenslauf – vor dem Versand aus, um es Dir genau durchzulesen. Rechtschreibfehler und seltsamen Satzbau bemerkt man am Bildschirm selten. Der Personaler aber wird Deine Bewerbung vermutlich auch ausdrucken. Achte auch auf folgende Formalia:

  • Steht unter dem Anschreiben und dem Lebenslauf Dein Name? Du kannst zwar nicht eigenhändig unterschreiben, aber getippt muss Dein Name dort auftauchen.
  • Alternativ kannst Du Deine Unterschrift auch farbig (Blau) einscannen.
  • Stimmen Datum auf dem Anschreiben und unter dem Lebenslauf überein?
  • Befinden sich die Zeugnisse in dem PDF in der richtigen Reihenfolge (gegen-chronologisch oder nach Wichtigkeit)?
  • Ist bei Anschreiben und Lebenslauf Deine komplette Adresse plus Telefonnummer notiert? Die Antwort wird nicht immer per Mail kommen.

Und nicht zuletzt: Wie sieht Deine E-Mail-Adresse aus? Am besten sind neutrale Varianten wie „vorname.nachname@anbieter.de“. Mit einem „Hasilein0190@studenten-WG.de“ wirst Du dagegen kaum einen Personaler für Dich einnehmen können. Und das willst Du schließlich mit der Online-Mappe genauso wie mit der aus Papier.

studilux/ks

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