Studentenjobs in den Semesterferien
Von Katharina Werschetzki
Während des Semesters ist es manchmal nicht möglich, nebenbei einem Job nachzugehen. Die Einführung zeitintensiver Bachelor-Studiengänge oder Praktika in der Vorlesungszeit trägt dazu bei, dass einige Studierende nur in den Ferien Zeit und Kraft finden, um ein bisschen Geld zu verdienen. Auf der anderen Seite: Wer in den Semesterferien jobbt, kann in wenigen Wochen relativ viel Geld verdienen, ohne dass das Studium unter der Nebenbeschäftigung leidet. Auch fachbezogene Praxiserfahrungen lassen sich in dieser Zeit sammeln. Oder wie wäre es mit einem Ferienjob im Ausland?
Die Suche nach dem passenden Job
Nach einem Job für die Semesterferien kannst Du auf vielen Wegen suchen. Wir haben Dir die Wichtigsten aufgelistet:
Studentenjobs im Internet
Vorab solltest Du Dir darüber klar werden, ob du in den Ferien vor allem Geld verdienen oder studienrelevante Erfahrungen sammeln möchtest. Für Letzteres bieten sich Internetplattformen wie Jobmensa.de an. Nach der Registrierung erstellst Du ein Profil und kannst angeben, in welcher Region, wie viele Stunden und zu welcher Tageszeit Du gerne arbeiten möchtest. Somit wird bei der Jobsuche auf deine individuellen Wünsche eingegangen. Du hast außerdem die Möglichkeit, eine freie Stelle in Deinem Fachbereich zu finden. Eventuell spricht Dich sogar das Unternehmen selbst an, wenn Dein Profil auf eine zu vergebende Stelle passt.
Natürlich kannst Du Dich auf den Seiten auch über Jobanforderungen und Firmenstrukturen informieren. Meist sind Links zu den Startseiten der Unternehmen geschaltet. Man findet auch in den Bereichen Service, IT oder Erziehung bezahlte Ferienjobs. Die Suche nach studienbezogenen Ferienjobs kann sich also durchauslohnen!
Career Service an der Universität
An den meisten Universitäten in Deutschland gibt es ein so genanntes "Career Center", das sich als Bindeglied zwischen Student und Arbeitsmarkt versteht. Du kannst Dich meist direkt an deiner Universität beraten lassen, ob und wo die Möglichkeit auf Studentenjobs oder ein bezahltes Praktikum in den Ferien besteht. Häufig werden auch "Kennenlerntage" während des Semesters veranstaltet. Unternehmen stellen sich den Studierenden vor, welche im Anschluss die Möglichkeit haben, sich eingehender über die Einsatzstellen zu informieren undpersönlich Kontakte zu knüpfen. Die nächsten Termine erfährst Du in dem Career Center vor Ort. Dort erhältst Du meist auch Tipps rund um Bewerbung, Fort- und Weiterbildung oder Zusatzqualifikationen.
Initiativbewerbung
Viele Studierende legen aber eher Wert darauf, in den Semesterferien innerhalb kurzer Zeit möglichst viel Geld zu verdienen. Dies ist häufig in der Gastronomie oder Fabrikarbeit möglich. Du solltest dir aber vorab Gedanken machen, ob du den physischen Anforderungen gewachsen bist. Hier ist es durchaus üblich, sich initiativ zu bewerben - oder einfach, den Lebenslauf in der Tasche, vor Ort nachzufragen.
Teamarbeit
Aber auch Jobs als Promoter werden ganzjährig angeboten. So suchen beispielsweise soziale Einrichtungen oder Umweltverbände häufig junge Menschen, die soziale oder ökologische Anliegen in der Öffentlichkeit publik machen und Mitglieder werben. Hier hast Du die Möglichkeit, in einem Team mit anderen Studierenden zusammenzuarbeiten. Wenn Du Interesse hast, findest Du unter Wesser.de Näheres zu diesen Studentenjobs.
Was gibt es noch zu beachten?
Ein nur in den Ferien bestehendes Arbeitsverhältnis oder eine kurzfristige Beschäftigung, die höchstens zwei Monate am Stück oder 50 Tage im Jahr dauert, ist für Studierende unkompliziert. Das gilt allerdings nur für echte Ferienjobs oder kurzfristige Beschäftigungen. Wenn Du mehrere Studentenjobs im Laufe eines Jahres annimmst oder auch in der Vorlesungszeit arbeitest, musst Du im Jahr unter 8.004 Euro Gesamtverdienst bleiben, sonst verlierst Du Deinen Kindergeldanspruch. Beim BAföG liegt die Grenze bei 4.800 Euro im Jahr - danach sinkt die Auszahlungssumme.
Für Ferienjobs und kurzfristige Minijobs besteht keine Sozialversicherungspflicht.
Über deine Rechte und Pflichten im Ferienjob kannst du dich außerdem informieren unter: www.sozialpolitik.com
Zum Jobben ins Ausland
Wenn Du auf Auslandserfahrung in den Semesterferien nicht verzichten willst, bietet sich eine Verbindung von Job und Reise innerhalb eines "Work & Travel"-Programms an. Allerdings ist zu beachten, dass der Lohn für Deine Arbeit im besten Fall Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung decken wird. Trotzdem sind diese Programme eine interessante Alternative zu herkömmlichen Urlaubsreisen: Du lernst Land und Leute intensiver kennen und musst nicht monatelang im Voraus für die Reise sparen.
Du solltest Dir überlegen, welche Region Du besuchen möchtest und welche Tätigkeit für Dich in Frage kommt. So ist es beispielsweise in Irland, Australien und Kanada möglich, auf Farmen zu arbeiten, in Spanien oder England findest Du vielleicht Beschäftigung in einem Hotel.
Wenn Dich ein Job im Ausland interessiert, solltest Du frühzeitig mit der Planung beginnen und Dich über die Anforderungen informieren. Nachweise über Sprachkenntnisse, Impfungen, Reiseversicherung - das alles nimmt viel Organisationzeit in Anspruch. Für Fragen stehen normalerweise die Programmkoordinatoren zur Verfügung, und auch vor Ort sind häufig Mitarbeiter stationiert, die Dir in schwierigen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
studilux/kw
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