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14.04.2010
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Abi-Prüfung: Die Vorbereitung auf den großen Tag

Von Kay Szantyr

Jetzt ist es also soweit: Morgen schreibst Du die erste Abiturprüfung. Einerseits ist das erleichternd, denn die Anspannung der letzten Wochen hättest Du nicht länger ausgehalten. Andererseits wolltest Du Dir dieses Buch noch einmal ansehen und jenes noch nachlesen… Entspanne Dich, bleibe positiv. Das geht leichter, wenn Du rechtzeitig dafür sorgst, dass auch das "Außenherum" um Deine Prüfung stimmt.

Die Vorbereitung auf den Abi-Tag

Bereite schon am Vorabend alles für den kommenden Morgen vor:

  • Packe Deine Tasche. Nimm das Schulbuch aus dem Prüfungsfach mit, aber nicht noch zahllose andere, "für den Fall, dass ich noch einmal nachschlagen will". Du wirst keine Zeit dazu haben, und es macht Dich nur noch nervöser.
  • Vergiss nicht Kugelschreiber und Bleistifte. Nimm sicherheitshalber von allem einen Ersatzstift und dann noch einen Ersatzstift für den Ersatzstift mit. Schon allein, weil immer bei irgendeinem Deiner Mitschüler gerade an diesem Tag der einzige Kuli versagen wird. Dann kannst Du aushelfen. Denke auch an Lineal, Taschenrechner, Zirkel oder was Du sonst in dem jeweiligen Fach brauchst.
  • Lege auch schon alle Pausensnacks bereit, die Du mitnehmen willst - insbesondere, wenn Du normalerweise nichts zum Essen einpackst. Sonst vergisst Du sie und bekommst nur die Schokoriegel der Schulkantine. Nimm auch eine große Flasche Wasser (nicht Cola oder Limonade) mit.
  • Stelle den Wecker ein wenig früher als sonst. Der Start in den Tag sollte entspannt, nicht in Eile beginnen.
  • Iss zu Abend, aber nicht zu schwer. Zum einen lagert beispielsweise ein Schweinebraten am nächsten Morgen immer noch in Deinem Magen, zum anderen schläfst Du sonst unruhig, sofern Du überhaupt einschlafen kannst.
  • Gehe normal ins Bett. Drei Stunden früher schlafen zu gehen hilft nichts - Du wirst nicht schlafen können, sondern nur frustriert im Bett liegen. Sage aber auch die Computerspielnacht ab, rund acht Stunden Schlaf brauchst Du.
  • Du kannst ohnehin nicht schlafen, weil Du so große Prüfungsangst hast? Dann lies Dir unsere Tipps gegen Prüfungsangst  durch - die helfen Dir, der Prüfung gelassener entgegen zu sehen.

Der große Tag - das Abi 2010

Den Weg zur Schule kennst Du im Schlaf. Du weißt, dass es genügt, dreieinhalb Minuten, bevor der Bus kommt, das Haus zu verlassen. Normalerweise. Plane heute aber lieber ein bisschen mehr Zeit ein, falls gerade heute der Bus überpünktlich fährt oder eine Baustelle Dir den Weg versperrt.

Triff Dich aber lieber nicht eine Stunde vor Prüfungsbeginn mit Freunden, um den Stoff noch einmal durchzugehen. Das macht Euch nur alle nervös. Und: Am Prüfungstag wird nicht mehr gelernt - es hilft ohnehin nicht.

Du leistest, was Du isst

Wie sehr die eigene Leistungsfähigkeit von der richtigen Ernährung abhängt, weißt Du sicher. Das Riesenschnitzel vor dem Fußballturnier hilft wenig, das Ein-Apfel-Fastenfrühstück vor einer Bergtour ist aber genauso falsch. Mit dem richtigen Frühstück und geeigneten Snacks bist Du am Abiturtag viel leistungsfähiger.

Als Frühstück eignen sich Müslis, Vollkornbrot mit Belag oder Aufstrich, Obst und Joghurt. Toast mit Marmelade oder Nusscreme schmeckt zwar gut, wegen des hohen Zucker- und Weißmehlanteils wirst Du aber nach ein bis zwei Stunden umso hungriger sein. Vollkorn und Obst stellen ihre Energie viel langsamer und gleichmäßiger zur Verfügung. Und: Iss ausreichend, aber maßvoll. Ein voller Bauch ermüdet, weil der Körper zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist.

Als Snacks während langer Prüfungen eignen sich beispielsweise Bananen, Nüsse oder Trockenobst (sofern Du es verträgst!). Auch ein zuhause belegtes Vollkornbrot, in kleine Stücke geschnitten, lässt sich gut zwischendurch essen. Dass Du aus Rücksicht auf Deine Mitschüler nicht gerade Limburger aufs Brot legst, versteht sich von selbst. Schokoriegel und Traubenzucker haben dagegen denselben Effekt wie das süße Frühstück: zunächst einen großen Energieschub, der aber sehr rasch abflaut und Dich müde zurücklässt.

Was gar nicht oft genug gesagt werden kann: Trinken ist wichtig. Wer zu wenig trinkt, bekommt Kopfschmerzen und denkt langsamer - das Gehirn trocknet tatsächlich ein bisschen ein. Nimm also lieber die Ein-Liter-Flasche mit als die kleine 33-ml-Dose. Cola und andere zucker- oder zuckerersatzhaltige Getränke helfen Deinem Gehirn dagegen weniger. Zurückhaltung ist auch bei Kaffee geboten: Koffein verstärkt Ängste. Und noch mehr Nervosität kannst Du sicher nicht brauchen, oder?

studilux/ks

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