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    Hochschule schon gefunden?


    16.03.2009
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    Abitur und danach: Wie Eltern den Abiturienten helfen können

    Von Kay Szantyr

    Unabhängigkeit ist wichtig, und für Abiturienten ist gerade die demonstrative Unabhängigkeit von den Eltern bedeutend. Aber auch wenn immer wieder betont wird "Ich kann das alleine": Meinung und Unterstützung der Eltern in der Zeit des Abiturs und der Studienplatzsuche zählen viel. Immerhin gaben in einer Umfrage des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) rund 70 Prozent der Schüler an, dass die Eltern Einfluss auf die Studienentscheidung hätten. Weit mehr als Freunde, Verwandte, Lehrer und Studienberater. Allerdings ist es nicht ganz einfach, dem Nachwuchs auf dem Weg zum Studium zu helfen, ohne ihn einzuengen.

    Während des Abiturs: Interesse statt Druck

    Das Abitur ist die erste wirklich große Prüfung im Leben und kann entsprechend einschüchtern. Innerhalb weniger Tage wird das eigene Wissen in mehreren Fächern getestet; wenn man gerade da "nicht gut drauf" ist, verfolgt einen das Ergebnis das ganze Leben lang. Der Druck, der durch das Abitur entsteht, ist daher groß.

    Eltern sollten die Prüfung weder bagatellisieren noch eventuelle Ängste durch den Verweis auf die Bedeutung des Abiturs schüren. Den Abiturienten hilft es oft bereits, wenn Mutter und Vater Interesse zeigen. Wann sind die Prüfungen? Worum geht es genau, bestehen noch Unsicherheiten? Kann man selbst irgendwie helfen - und sei es nur, indem man rechtzeitig den Lieblingssnack des Schülers besorgt? Allerdings dürfen die Fragen nicht zu einem Verhör werden. Und wer sich die Antworten, beispielsweise Prüfungstermine, nicht merkt und immer wieder dasselbe fragt, zeigt deutlich: Eigentlich interessiert es mich nicht. Das verunsichert den Abiturienten dann noch mehr.

    Abiturvorbereitung: Fachliche Hilfe ist oft nicht nötig

    Der psychologische Effekt, den das Interesse am schulischen Leben des Abiturienten hat, ist eigentlich die wichtigste Unterstützung, die Eltern leisten können. Der zweite Gedanke - beim Lernen zu helfen oder gar fachliche Fragen zu klären - ist meist gar nicht so wichtig. Zum einen sollten für Fachfragen die Lehrer zur Verfügung stehen. Sie wissen auch, worauf Schwerpunkte gelegt wurden, und kennen den aktuellen Stand des vermittelten Stoffs. Das Biologie- oder Sozialkundewissen aus der eigenen Schulzeit der Eltern kann die Abiturnote sogar negativ beeinflussen, wenn es nicht mehr "up to date" ist.

    Anders sieht es mit der Unterstützung beim Auswendiglernen aus. Hier kann natürlich anhand des Lehrbuchs der Stoff abgefragt werden. Allerdings sollten Eltern diese Hilfe lediglich anbieten und keinen Druck ausüben, wenn der Schüler nicht auf das Angebot eingeht. Sonst entsteht schnell der Eindruck, man wolle nachspionieren, ob denn ausreichend gelernt wurde bisher.

    Neben dem Abitur: Studienplanung unter Zeitdruck

    Als ob die Abiturvorbereitung und -prüfungen noch nicht genügen würden: Nebenher muss auch noch geklärt werden, ob es danach mit Studium oder Ausbildung weitergeht und welche Hochschule und welches Fach sich eignen. Auch hier sollten Eltern grundsätzlich vor allem Ansprechpartner und Zuhörer sein. Wer zu oft nachfragt, ob bereits eine Entscheidung getroffen wurde, riskiert eine Blockadehaltung. Allerdings kann es hilfreich sein, sobald Uni und Fach feststehen, weitere Informationen einzuholen. Die Bewerbungsfristen enden oft lange vor dem Abitur. Und neben den vollkommen neuen Anforderungen, die das Abitur an die Selbstorganisation stellt, gehen schulfremde Termine zuweilen unter. Die informierten Eltern können dann als "Terminplaner" helfen.

    Die Studienfrage: Diskussionen vermeiden, konstruktiv bleiben

    Die Frage nach der Zukunft bietet genug Stoff für zahlreiche, erbittert geführte Diskussionen zwischen Eltern und Nachwuchs. Letztendlich aber gibt es in der Frage, wie man seine Zukunft plant, kein "richtig" oder "falsch". Zwar haben die Eltern mehr Erfahrung und können auch den Arbeitsmarkt besser einschätzen. Argumente, die auf Sicherheitsaspekten beruhen, stoßen aber auf taube Ohren bei den Schülern, die vor allem ihre Interessen und Talente umsetzen wollen. Und sie haben ja nicht ganz unrecht: Schließlich ist man nur in dem Job später gut, der wirklich Spaß macht.

    Dennoch möchten die Eltern manchmal allzu abwegige Ideen verhindern. Hier heißt es wieder: Informationen sammeln, zum Beispiel beim Berufsinformationszentrum (BIZ) des Arbeitsamts. Nicht alle Ansichten und auch Vorurteile über ein Berufsbild, die zur Zeit der eigenen Ausbildung aktuell waren, gelten heute noch. Die Studien- wie die Jobwelt haben sich in den vergangenen Jahren massiv geändert - man denke allein an die Einführung von Bachelor-Studiengängen und Auswahltests an Hochschulen. Um letztere zu bestehen, muss der Bewerber durch seine Motivation punkten. Die aber dürfte nicht reichen, wenn das Studienfach aus Vernunftgründen auf Anraten der Eltern gewählt wurde.

    Berichte aus der Praxis: Ein Bild machen

    Unverzichtbar werden die Eltern, wenn es darum geht, einen Einblick in Traumjob oder -studium zu erhalten. Manchmal genügt schon die Unterhaltung mit jemandem aus der Branche, um festzustellen, dass das Studium gar nicht so traumhaft für den Abiturienten wäre. Hier ist das Netzwerk der Eltern gefragt. Vielleicht studiert der Sohn eines Arbeitskollegen an der Wunschuni, vielleicht arbeitet der Mann der Sekretärin in der entsprechenden Branche? Hier ein Gespräch zu vermitteln, ist das Beste, was Eltern einem Schüler mit auf den Weg geben können. Und es hilft oft mehr als gutes Zureden. Denn während man selbst einen Streit riskiert mit dem Hinweis, dass die Mathematikkenntnisse für ein Informatikstudium nicht ausreichen, realisiert das der Abiturient vielleicht selbst, wenn er mit einem Informatikstudenten spricht. Und wenn das nicht reicht - hilft der Besuch bei der Studienberatung der nächstgelegenen Uni.

    studilux/ks

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    Folgende Bundesländer haben die Termine für das Abitur 2010 bereits festgelegt:

    Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

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