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24.04.2009
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Eine teure Angelegenheit

Ein Studium kostet Zeit, Nerven und Energie, aber vor allem eines: Geld. Auf welche Kosten Du Dich beim Studieren einstellen musst und in welchem Rahmen diese liegen, erfährst Du hier.

Welche Kosten fallen im Studium an?

65 Prozent der Studierenden gehörten 2006 zum Typus des so genannten  "Normalstudenten". Dieser absolviert sein Erststudium, ist ledig und lebt nicht mehr bei den Eltern. Er oder sie muss nicht nur das Studium, sondern den ganzen Lebensunterhalt weitgehend alleine bestreiten. Allein die Einrichtung der eigenen Wohnung greift das Konto stark an; die Miete selbst verschluckte 2006 dann den größten Teil des durchschnittlichen Monatseinkommens. Das betrug aber auch nur 770 Euro. Davon musste ein Student durchschnittlich 37 Prozent - also 266 Euro - an seinen Vermieter überweisen.

Weitere Kosten, die für den "Normalstudenten" regelmäßig anfallen, sind:

  • Studiengebühren (nicht in jedem Bundesland)
  • Studentenwerks- bzw. Semesterbeiträge
  • Ausgaben für Lehrmittel (Bücher, Kopierkosten, Stifte...)
  • Ausgaben für Telekommunikation (Handy, Festnetztelefon, Internet)
  • Ausgaben für Mobilität (Semesterfahrkarte, eventuell Benzin, Versicherungen und Reparaturen für das eigene Auto)
  • Ausgaben für Lebensmittel
  • Ausgaben für Kleidung

Hinzu kommen Kosten für Freizeitaktivitäten sowie Sonderausgaben, beispielsweise für einen Auslandsaufenthalt. Sieben Prozent aller Studenten hatten 2006 ein oder mehrere Kinder, ein weiterer Kostenfaktor. Allerdings werden Studierende mit Kindern auch speziell vom Staat gefördert.

Wie werden die Kosten für den Lebensunterhalt finanziert?

Ganz ohne die Eltern geht es bei den meisten nicht. Durchschnittlich 52 Prozent der monatlichen Einnahmen von Studierenden kamen 2006 direkt aus dem Geldbeutel der Eltern. 10 Prozent stammten aus anderen Quellen wie Studienkrediten, Bildungsfonds oder Stipendien, und 24 Prozent wurden selbst dazuverdient. Knapp zwei Drittel der Studierenden gingen 2006 auch neben ihrem Studium einer bezahlten Arbeit nach. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor - allerdings ist davon auszugehen, dass es dank Studienstress beim Bachelor künftig weniger jobbende Studenten geben wird.

Nur rund ein Fünftel der Studierenden finanziert sich aus nur einer einzigen der genannten Geldquellen. Der Rest schöpft aus zwei bis drei Quellen, um Studium und Lebensunterhalt zu bestreiten. Meistens ist die Studienfinanzierung also eine Mischfinanzierung.

Wie hoch sind die monatlichen Kosten?

29 Prozent der Studierenden bezogen 2006 BAföG. Das staatliche Darlehen machte aber nur durchschnittlich 14 Prozent des monatlichen Einkommens aus. Da der Förderhöchstsatz zuvor lange nicht erhöht wurde, dürfte selbst die Anhebung zum Wintersemester 2008/09 auf 643 Euro diese Zahl nicht entscheidend beeinflussen. Die Höhe der maximalen Auszahlung richtet sich übrigens danach, was Familiengerichte als Durchschnittsbedarf des Normalstudenten errechneten: 640 Euro pro Monat. Wie gesagt: ein Durchschnittswert, der keine Rücksicht nimmt auf den Mietmarkt der jeweiligen Stadt oder auf die unterschiedlich hohen Studien- und Semestergebühren. Wer in München studiert oder in Hamburg, dürfte mit diesem Betrag kaum zurechtkommen.

Auf der anderen Seite musste 2006 ein Drittel der Studenten sogar mit weniger als 640 Euro auskommen, 27 Prozent sogar mit weniger als 600 Euro. Ein Viertel der Befragten dagegen hatte 900 Euro und mehr pro Monat zur Verfügung.

Die genauen Zahlen und weitere Statistiken findest Du in der 18. Sozialerhebung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus dem Jahr 2006.

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