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Versicherungen für Studenten
Die Abwasserleitung der Waschmaschine ist geplatzt, und jetzt stehen Bad und Flur in Deiner WG unter Wasser. Der Garderobenschrank von Deiner Großmutter ist ärgerlicherweise verzogen. Und noch ärgerlicher ist, dass Du keine Hausratsversicherung hast. Aber gilt die überhaupt in der Studenten-WG? Und gegen was außer Wasserschäden sollten sich Studierende sonst versichern?
Krankenversicherung
Wer ein Studium an einer staatlichen Hochschule beginnt, der ist versicherungspflichtig. Darum wird bei der Immatrikulation auch ein Versicherungsnachweis der Krankenkasse verlangt, der gleichzeitig belegt, dass eine Pflegeversicherung vorhanden ist. Die Versicherungspflicht setzt übrigens selbst während eines Urlaubssemesters nicht aus. Nur Studierende an privaten, nicht staatlich anerkannten Hochschulen sind nicht versicherungspflichtig.
Die meisten Studenten sind familienversichert, das bedeutet, sie sind bei ihren Eltern gesetzlich mitversichert. Stichwort gesetzlich: Private Krankenversicherungen bieten keine beitragsfreie Mitversicherung für die Familie an, und auch bei den gesetzlichen gilt sie nur, wenn man unter 25 Jahren, unverheiratet und das Elternhaus der Erstwohnsitz ist. Außerdem darf eine gewisse Einkommensgrenze (regelmäßig monatlich 350 bis 400 Euro) nicht überschritten werden. Erfüllt man eine dieser Voraussetzungen nicht mehr, wird eine eigene Versicherung nötig.
Es gibt studentische Krankenversicherungen mit besonders niedrigen Beiträgen (knapp 60 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung im Monat). In der Regel ist der Eintritt bei diesen Versicherungen nur zum Semesteranfang möglich und die Mitgliedschaft Studierenden unter 30 Jahren und bis maximal zum 14. Fachsemester vorbehalten. Wer BAföG bekommt, erhält vom BAföG-Amt einen Versicherungszuschuss. Wer beim Eintritt der Alters- oder Studiendauer-Obergrenze noch nicht fertig studiert hat, kann in die freiwillige Versicherung wechseln. Diese bietet wiederum günstige Examenstarife für maximal sechs Monate.
Nach dem Abschluss gilt die (Familienmit-)Versicherung als "Student" noch für einen Monat, danach wird eine eigene gesetzliche Versicherung nötig. Privat versichern kann sich erst, wer über 48.600 Euro brutto im Jahr verdient – oder als Selbstständiger arbeitet.
Haftpflichtversicherung
Eine Haftpflichtversicherung ist in ihrer Anschaffung immer sinnvoll. Verursacht der Versicherungsnehmer einen Schaden, springt die Haftpflichtversicherung bei der Finanzierung der (Folge-)Kosten ein. Wer keine Haftpflichtversicherung hat, dem kann es passieren, dass er für eine kleine Unachtsamkeit ein Leben lang bezahlen muss.
Eine Haftpflichtversicherung muss nicht teuer sein. Besonders günstig ist es, wenn die Eltern eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen haben. In ihr können die noch nicht voll berufstätigen Kinder meist mitversichert werden. Wer bereits mit seinem Partner zusammenlebt – auch ohne Trauschein – hat außerdem die Möglichkeit, gemeinsam eine günstige Haftpflichtversicherung abzuschließen.
Hausratversicherung
Eine Hausratversicherung ist nur dann sinnvoll, wenn eine eigene Wohnung mit einigermaßen teurem Interieur existiert. Wer das nicht hat, sich aber trotzdem sicherer fühlt mit einer Hausratsversicherung, findet für die übliche Studentenbude problemlos günstige Angebote. In manchen Fällen umfassst die Versicherung auch das Fahrrad – ein großer Vorteil, denn Fahrradversicherungen allein sind oft sehr teuer.
WG- oder Studentenwohnheimsbewohner führen rein rechtlich noch keinen eigenen Haushalt; sie sind daher stets über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert. Es ist dennoch sinnvoll, noch einmal beim Versicherer nachzufragen und sich die Antwort schriftlich geben zu lassen.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Diese Versicherung ist in jedem Fall sinnvoll – ein Unfall kann jedem zustoßen, und dann bleibt oft nur wenig Geld zum Leben. Leider ist diese Versicherung oft sehr teuer für Studierende oder steht ihnen gar nicht erst zur Verfügung.
Fazit
Für diese wie auch für alle anderen Versicherungen gilt: Nimm Dir lieber Zeit, um die Angebote genau zu vergleichen und vor allem das Kleingedruckte zu lesen. Oft decken die günstigeren Versicherungen nicht so viele Fälle ab und zahlen im Schadensfall weniger. Also entscheide nicht nur nach dem Preis, sondern nach der Leistung.
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